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Osterfreizeit Schonach

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Der LV-Südwest veranstaltet seit Jahren immer in den Wochen nach Ostern eine ferienwoche im Käsenbachtal. Leider oder zum Glück bekamen wir dieses Jahr die Hütte nicht. Deshalb fuhren wir in den Schwarzwald nach Schonach in eine romantische Hütte mitten im Wald.

Auch das neue Selbstversorgerhaus hatte Fußballplatz, Feuerstelle, Tischtennisplatten innen und außen, Stockbetten in zwei großen Schlafsälen und lag weit weg von allem, auch von der nächsten Bushaltestelle. Was wir erst bei unserer Anreise merkten, denn zuhause auf der Karte sah es gar nicht so weit aus. Das hieß für uns, die Betreuer, dass die Wanderungen zu der Bushaltestelle zu anstrengend waren.

Deshalb fuhren wir lieber zweimal mehr mit dem Auto, bis alle an der Haltestelle waren. Aber vorher haben wir uns erstmal gründlich einwohnt. Nachdem sich die Kids in ihrem selbst gewählten Jungen- und Mädchenzimmer eingerichtet hatten, wurde das Haus und die Umgebung erkundet. Die Ersten machten Bekanntschaft mit den sumpfigen Stellen im Wald, die wohl sehr spannend waren. Zumindest hatten sie eine magische Anziehungskraft. Am nächsten Vormittag wurde erst mal fleißig Brennholz für das Lagerfeuer gesammelt, welches am Abend entfacht werden sollte. Statt mit den Kids wie geplant nachmittags einen Steinepfad zu erwandern, musste Manu mit einem Teilnehmer die Augenklinik aufsuchen.


Was zum Glück das einzige Mal war, dass wir ärztliche Hilfe aufsuchen mussten. An den folgenden drei Abenden haben wir immer wieder auf‘s Neue versucht ein Lagerfeuer zu machen, es hat aber nie funktioniert, denn das Holz war vom Winter einfach noch zu nass. Es lag ja auch noch fleckchenweise Schnee. Nach dem letzten Versuch merkten alle, dass frisch geschlagenes Holz auch nicht mit Hilfe von Spiritus brennt. Das war frustrierend. Da sich alle auf ein Lagerfeuer gefreut hatten und Marshmallows und Stockbrotteig nun roh gegessen werden mussten.

Tagsüber bestaunten wir die Triberger Wasserfälle, (die höchsten Deutschlands) und besuchten das Schwimmbad in St. Georgen, um unsere Moorkinder einzuweichen. Ansonsten brauchten und wollten die Jungs und manch ein Mädchen überhaupt kein Programm. Der umliegende Wald war der Hauptaufenthaltsort bzw. Spielplatz. Die restlichen Mädels vertrieben sich die Zeit mit der Zirkuskiste, Bügelperlen, Wachsmalstiften und Gesellschaftsspielen. Das Einzigste was dieses Jahr vermisst wurde, waren die Bobbycars.

Eure Franzi